Kompetenzlehrgang 2016

Es ist bereits Tradition, dass der jährliche Kompetenzlehrgang des saarländischen Ju Jutsu – Verbandes von der DJK Bous in der Mühlenscheibhalle ausgetragen wird. Am Samstag, den 28.05. war es wieder soweit. Der Kompetenzlehrgang ist ein Landeslehrgang,  in dem mehrere Referenten eingesetzt werden. Auch in diesem Jahr wurden zwei Referenten aus dem Trainerteam der DJK Bous ( Peter Glaesner,  4. Dan Ju Jutsu  und Volker Dittrich, 5. Dan Ju Jutsu ) vom Landeslehrreferenten dazu eingeladen. Als weitere Referenten kamen Michael Paul ( 5. Dan Ju Jutsu, Goshindo und Landesbeauftragter Jiu Jitsu ) sowie Kathrin Herbst ( 2. Dan Ju Jutsu und Landesbeaufragte Brasilianisches Jiu Jitsu „BJJ“ ), beide aus der Fight University Saarbrücken.

 

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Landeslehrreferenten Jochen Frey  ( 4. Dan Ju Jutsu ) begann Volker Dittrich mit seiner Trainingseinheit mit dem Thema „ Atemitechniken “. Hierbei ging er zunächst bewusst auf die Grundtechniken der einzelnen Faust- und Fußtechniken ein. Volker achtete auf die korrekte Ausführung der Technik und versuchte den richtigen Einsatz des Körpers zu vermitteln, um eine größtmögliche Kraftübertragung zu erreichen. Anschließend wurden diese Techniken gegen verschiedene Angriffe angewandt.

Nach einer kurzen Pause übernahm Michael Paul mit dem Thema „Goshindo / Jiu Jitsu“. Michael arbeitete eine Verkettung von mehreren verschiedenen Techniken gegen einen Schlagangriff aus. Sie beinhalteten Muskelschocks, Fausttechniken sowie Arm – und Handgelenkhebel. Durch geschickte Anwendung der im Ju Jutsu enthaltenen Bewegungslehre gingen die einzelnen Techniken nahtlos ineinander über und es entstand eine interessante Übungsform.

Den dritten Teil des Lehrgangs übernahm nach einer kurzen Trinkpause Kathrin Herbst mit dem Thema BJJ. Im BJJ findet der Kampf fast ausschließlich am Boden statt. Sie demonstrierte zunächst  Haltetechniken sowie den Wechsel daraus zu weiteren Haltetechniken. Auch mehrere Befreiungen aus verschiedenen typischen Haltepositionen, wie sie im Wettkampf vorkommen, wurden geübt. Anschließend ging sie noch auf Befreiungsmöglichkeiten aus dem Seitstreckhebel ein, die danach noch trainiert wurden.

Die Lehrgangsteilnehmer hatten bereits drei Stunden Training hinter sich, als Peter Glaesner die Leitung übernahm. Peter hat sich zu dem Thema „realistische Selbstverteidigung“  vorbereitet und begann mit einem Rollenspiel, bei dem realitätsnah aggressiv agiert wurde. Schnell wurde den Teilnehmern bewusst, dass die im Training erlernten einzelnen Techniken für die „Straße“ noch deutlich modifiziert werden müssen um sie effektiv anwenden zu können. Unter dem Eindruck dieser Erfahrung zeigte Peter noch Techniken gegen verschiedene realistische Schlägerangriffe. So wurde die Verteidigung gegen kombinierte Griff- und Schlagangriffe – z.B. auch mit dem Rücken an der Wand – thematisiert und trainiert.

Vier Stunden Lehrgang mit umfangreichen und komplexen Themen lagen am Ende des Lehrgangs hinter den Teilnehmern, als Jochen Frey sich beim Abgrüßen bei den Teilnehmern und Referenten bedankte. Ein lang anhaltender Applaus belegte, dass die Teilnehmer von dem Lehrgang begeistert waren und viele neue Techniken und auch Erkenntnisse mit nach Hause nehmen konnten.

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